Sanierung von St. Pantaleon

Gerüstaufbau vor dem Westportal Juni 2020

Anfang April 2020 hat die Grundsanierung der romanischen Kirche St. Pantaleon in der südlichen Kölner Innenstadt begonnen. Die Renovierung soll dreieinhalb Jahre dauern und wird rund zwölf Mio. Euro kosten. Den Hauptteil trägt dabei das Erzbistum Köln. Daneben hat der Bund einen Zuschuss von 1,5 Mio. Euro zugesagt. Rund 500.000 Euro kommen von der Gemeinde selbst, davon 100.000 Euro vom Freundeskreis St. Pantaleon e.V. für eine neue Beleuchtungsanlage auf LED-Basis.

Diese Arbeiten stehen an:

  • Kompletterneuerung des Dachs. Dort ist über die Jahre Wasser eingedrungen und hat Schäden an Wänden und Decke verursacht.
  • Sanierung der Fundamente zum Schutz gegen aufsteigende Nässe. Auch hier sind im Innern der Kirche Feuchtigkeitsschäden und Salzausblühungen entstanden.
  • Wiederherstellung des Mauerwerks außen und innen durch Restaurierung oder Ersatz schadhafter Steine, Neuvermauern und Verfugen
  • Entfernen des Putzes im Innern der Kirche und baugeschichtliche Untersuchung des Mauerwerks
  • Stabilisierung des Kreuzgratgewölbes im nördlichen Seitenschiff
  • Austausch der Bleiverglasung in den Obergaden-Maßwerkfenstern
  • Erneuerung der elektrischen Anlagen
  • Einbau einer energiesparenden und flexibel zu steuernden Beleuchtungsanlage mit LED-Technik. Ziel ist eine bessere Ausleuchtung der Kirchendecke
  • Schaffung barrierefreier Zugänge zur Verbesserung des Komforts für BesucherInnen und Gläubige
  • Mehr Sicherheit durch Installation von Videokameras und Bewegungsmeldern

Die Leitung der Bauarbeiten liegt bei dem Zülpicher Architekten Max Ernst, der bereits die Sanierung der Kirche St. Servatius in Siegburg betreut hat.

Juni 2020: An der Wand zur nördlichen Empore des Westwerk-Innenturms werden nach Entfernen des Putzes alte Mauerbögen sichtbar

 

 

 

 

 

Anfang Mai 2020 wird im Westwerk ein
Raumgerüst aufgebaut. Jeweils in 2 Meter Abstand liegen die Arbeitsbühnen übereinander. Ortsfeste Kunstwerke wie der Siebenarmige Leuchter von Rolf Bendgens oder der Sarkophag der Theophanu von Sepp Hürten sind mit Holzplatten stoß- und staubdicht eingehaust. Zum Abschluss wird eine staubdichte Schutzfolie vor das Gerüst gespannt. Das Kirchenschiff ist dadurch vor Schmutz und teilweise auch Baulärm geschützt.

 

Bevor es richtig los geht, werden wertvolle Einrichtungsgegenstände und Kunstobjekte ausgelagert – etwa der Maurinusschrein, das Gemälde „Kalvarienberg“ des sog. Korbacher Franziskaners oder die Goldschmiedearbeiten aus der Schatzkammer hinter dem Hochaltar. Sie finden eine vorübergehende Bleibe im Museum Kolumba.

Goldschmiedin Cordula Baumsteiger bei der Begutachtung
goldener Vortragekreuze vor dem Abtransport

 

 

 

Restauratorische Untersuchung des Ölgemäldes „Kalvarienberg“ des Korbacher Franziskaners

 

 

 

 

Verpackung des Maurinusschreins

 

 

Anfang April 2020 räumen Bagger eine Fläche vor der Kirche frei für Baucontainer und Baumaterial